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Impressionen von der CeBIT

Letzte Woche besuchte ich die CeBIT in Hannover. Ich war da für die letzten beiden Tage, Freitag und Samstag, zum Glück bekam ich die Tickets umsonst.
Meine erste Veranstaltung war ein Vortrag über Wege und Dienste Facebook für Handel zu nutzen. Angeboten wurde er von einer Firma dot.Source, die sich auf “Social Marketing” spezialisiert hat. Er war sehr interessant. Während den 20 Minuten gabe der Vortragende eine Zusammenfassung über Wege einen Onlineshop mit Facebook zu verbinden und so einen Nutzen aus den “Social Graphs” der einzelnen Benutzer zu ziehen. Von den meisten Möglichkeiten und Dienste, die er als Beispiel gab, hatte ich bis dahin noch nie gehört, aber sie scheinen wunderbar als Startpunkt für tiefergehende eigene Recherchen zu sein. Alles was er sagte und demonstrierte gab mir den Eindruck mit Spikee (einem Projekt von Freunden und mir, im Moment noch getarnt) auf dem richtigen Weg zu sein.

Der Rest des Tages war erstmal mit dem Wandern durch endlose Hallen und sich wundern über all diese kleinen asiatischen Firmen belegt, die alle die gleichen Mäuse, Kopfhörer und 3D Brillen verkaufen, direkt neben den Herstellern von brillenlosen 3D Displays. Eine Firma demonstrierte die Klangqualität (oder doch eher die reine Maximallautstärke?) ihrer Lautsprecher mit einem bereits etwas angestaubten Sommerhit:

Ich kam mehrmals an diesem Stand vorbei, jedesmal mit dem selben Lied im Ohr. Wenn ich meinen Stand direkt daneben gehabt hätte, wäre ich sicher ausgerastet, die armen Nachbarn.

Samstag nahm ich an der CeBIT AppZone Konferenz teil. Ich schaffte es 3 Keynotes zu sehen, als erstes Sascha Lobo. Er ist ein bekannter Blogger, aber eher berüchtigt für seine ausgefallene Haartracht. In seiner Keynote redete er über den eingezäunten Garten iOS und die Offenheit von Android und warum er denkt, dass letztlich das Gute bzw. die Offenhaut in Form von HTML5 siegen wird. Er hatte recht gute Argumente und sind wir mal ehrlich, wer will denn nicht, dass der Gute gewinnt? 🙂 Einiges was er sagte hat mich wieder darin bestärkt mich intensiver mit Android auseinander zu setzen.

Direkt im Anschluss daran folgte eine Keynote vom Intelangestellten Peter Biddle, in der er das Intelprogramm AppUp vorstellte. Soweit ich alles verstanden habe geht es bei dieser Initiative darum, Werkzeuge für plattformunabhängige Apps zur Verfügung zu stellen, ganz nett anzusehen aber nichts was mir neue Wege aufzeigt.

Die dritte und letzte Keynote kam von Gustav Söderström, dem Vizepräsidenten für Produkte bei Spotify. Er präsentierte die spotify-Anwendung, die im wesentlichen ein Abodienst für Musik ist. Unglücklicherweise gibt es den Dienst im Moment noch nicht in Deutschland, aber sie versuchen schon länger in Verhandlungen auch deutsche Nutzer aufnehmen zu können. Richtig beeindruckend war die Einbindung von sozialen Funktionen in Spotify, mit geteilten Playlisten, dynamischen Playlisten aus der Facebook Pinnwand etc. Dabei verkörperte er sehr gut die Leidenschaft für Musik, die anscheinend innerhalb der ganzen Firma herrscht.

Nach diesem Vortrag verließ ich aber die Konferenz und traf mich mit Freunden beim StarCraft II Finale der Intel Extreme Masters Weltmeisterschaft, die auch auf der CeBIT ausgetragen wurde. Obwohl ich nicht viel über das Spiel weiss, war es doch ganz spaßig anzuschauen.

Meiner Meinung nach lohnt sich die CeBIT nur, wenn man von vorne herein weiss, was man sich anschauen möchte. Einfach nur durch die Messehallen gehen, in denen immer wieder der gleiche Kram wieder und immer wieder anzusehen ist, kann schon sehr langweilig sein. Daher würde ich für nächstes Jahr folgenden Rat geben: Man schaut sich das Programm an und sucht nach Veranstaltungen, die man vielleicht mag. Wenn dabei ein paar Programmpunkte zu finden sind, fährt man hin. Wenn man sich nur für neue Technologien interessiert, ist es wohl sinnvoller zu Hause zu bleiben und einfach einen Beitrag in den Nachrichten über die CeBIT anzuschauen.

Die erste App im Apple App Store

Der GigCrasher hat es geschafft. Ab sofort ist er im App Store unter http://itunes.apple.com/de/app/gigcrasher/id420294176?mt=8 zu finden. Man könnte meinen, damit wäre die Geschichte zu Ende, tatsächlich geht es jetzt allerdings erst richtig los. Leider lief der Start nicht ganz so wie geplant und ich musste eine neue Version nachschieben, die zur Zeit auf den Review von Apple wartet. Aber so ist es halt, einmal mit schlechten Bewertungen gestartet kommt man nicht mehr weit nach vorne. Da kommt es dann schonmal zu einer nichtgeplanten Nachtschicht.

Was mich dann aber doch überrascht hat, waren die ersten Benutzer aus der Schweiz und den Staaten. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ein paar Stunden nach dem Start schon einige Leute, die nicht zu meinem Bekanntenkreis gehören, die App ausprobiert haben. Auf jeden Fall ist das aber ein Ansporn, die App immer weiter zu verbessern. Am Dienstag werde ich mich erstmal mit einem Freund bzgl. einer Portierung auf webOS treffen. Dort ist der App Markt ja nicht mal ansatzweise auf dem Niveau des Apple App Store, so dass man da doch eine gute Rolle spielen könnte. Es gab auch schon Fragen bzgl. einer Android-Version. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, in welche Richtung soll es gehen? Neue Features für iPhone oder erstmal breit aufstellen? Android und eine Webapp für Facebook reizen mich dabei am meisten. Irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, die nächste Zeit wird eher noch stressiger als die letzten Wochen. Es gibt ja auch noch andere Projekte als den GigCrasher.

GigCrasher Projektbeschreibung online

Während ich auf den Review der GigCrasher iPhone App warten muss habe ich etwas Zeit gefunden diese App hier in der Projektsektion zu beschreiben. Wen also die zugrundeliegenden Technologien interessieren, die im iPhone Client oder in dem JEE Server Anwendung finden, sollte an dieser Stelle ein paar grundlegende Informationen darüber finden. Für weitere Fragen oder Anregungen zu dem Thema, benutzt einfach die Kommentare.
Im Moment enthält die Seite noch nicht sehr viel an Informationen, aber arbeite hart daran, sie mit interessantem Inhalt zu füllen. Es gibt auch schon einige Ideen für interessante Dinge, über die ich bloggen will, allerdings bin ich im Moment noch zu sehr damit beschäftigt, meine Projekte hier einzufügen. Ich hoffe, dass sich dann demnächst mehr Zeit findet auch aktuelle Themen aufzugreifen.